Archiv für Oktober 2007

Leopard in freier Wildbahn, ein erster Test.

Montag, 29. Oktober 2007

Nach der ersten Installation (Aktualisierung von Mac OS X 10.4.10) auf einem unserer MacBook Pros, was ca. 1 Stunde dauerte, startete das neue Betriebssystem Mac OS X 10.5 (Leopard) nicht. Alle Tricks, die wir jeden Tag bei unseren Kunden anwenden, führten nicht zum Starten von Leopard. Zum Glück hatten wir ein komplettes Backup der Systemplatte mit dem Carbon Copy Cloner angefertigt. Also kurzer Hand die interne Festplatte komplett gelöscht und das neue System installiert. Das dauerte auch nur ca. 20 Minuten und alles funktionierte danach wunderbar. Die Benutzer und Computereinstellungen übertrugen wir dann mit dem Migrationsassitenten, der seit 10.4 in den Dienstprogrammen enthalten ist. Das dauerte dann auch eine ganze Zeit, weil schliesslich knapp 190GB übertragen werden mussten.

Alle gängigen Programme funktionierten auf den ersten Blick anstandslos, nur die Apple Pro Applicatons wie z.B. Logic Pro mussten neu personalisiert werden. Einige kleine Einschränkungen gibt es aber: Wer z.B. seine Mails mit GnuPGP verschlüsslet, muss leider noch ein paar Tage warten, der Entwickler des Mail-Plugins will ca. in zwei Wochen eine erste Beta-Version für Mac OS X 10.5 vorlegen.
Es gibt auch noch ein paar Probleme mit der Benutzung des HBCI-Kartenlesegerätes in MacGiro, welche sich wahrscheinlich mit einem Treiberupdate in den nächsten Tagen beheben lassen werden.

An die neue Optik gewöhnt man sich schnell und sie ist recht ordentlich, das Dock hingegen ist völlig misslungen. Die Icons werden einfach schlechter wahrgenommen, besonders wenn man viele davon ins Dock gezogen hat. Die Geschwindigkeit auf einem modernen Intel Core2Duo Mac ist – subjektiv gesehen – toll. Alles öffnet sich ein wenig schneller, selbst Spotlight schaltet den Turbo ein. Es kann aber auch daran liegen, dass ein neues System von Hause aus ein wenig schneller läuft, als ein System, was man vor Jahren installiert hat. Mit fast jeder installierten Software wird das System ein wenig träger, das liegt zum Teil daran, dass beim Start des Systems im Hintergrund Dienste gestartet werden, von denen der Benutzer meistens nichts mitbekommt. Oft, aber nicht immer, hilft dort ein Blick in die Systemsteuerung, dort kann man unter Benutzer -> Startobjekte schauen, was beim Systemstart zusätzlich geladen wird. Aber wie bereits gesagt, ist das nur ein Teil der Dienste, die anderen kann man u.a. mittels des Programms “Aktivitäts-Anzeige” aufspüren.

Nach den ersten Tests ziehen wir ein positives Fazit, würden aber noch von einem endgültigen Umzug abraten, wenn man mit seinem Mac seine Brötchen verdieht. Der ein oder andere Fehler wird bestimmt noch in den nächsten Tagen gesichtet und sicherlich in den folgenden Wochen von Apple korrigiert werden. Nutzern hingegen, die Ihren Mac ausschliessich für Mail, Safari, iPhoto & Co. benutzen, können schon jetzt den Schritt wagen. Bitte das Backup und ein Blick in die Systemvoraussetzungen vorher nicht vergessen.